Cañon del Colca: zu Besuch bei den Kondoren
Von Arequipa aus unternehmen wir eine 2-Tagestour zu einem der tiefsten Canyons Südamerikas: dem Cañon del Colca. Morgens kommen wir am Hauptplatz vorbei, wo laute Trompetenmusik erschallt, die Marine, das Militär, Chöre und viele Leute eine Parade veranstalten – wir erfahren später, dass das hier jeden Sonntag so geht. Heute ist es zum ersten Mal so klar, dass wir die umliegenden Vulkane sehen können – der Hammer!
Wir steigen in den Minivan und los geht’s! Wir kommen durch den Nationalpark hinter den Vulkanen. Dort leben Vicuñas, die wir aus der Nähe sehen können und auch eine Herde von Alpacas und Lamas lassen sich aus nächster Nähe fotografieren – ein paar werden ungeduldig und spucken Leo an…Uops! Wir kommen an einem Aussichtspunkt vorbei – leider verstellen die Wolken den Blick auf die umliegenden Berge und Vulkane. Hier findet man tausende kleine Steintürmchen – Wünsche an die Berge. Hier ist es ziemlich hoch und das Atmen fällt schwer.
Wir kommen im kleinen Dörfchen Chivay an und sind begeistert von dem Hotelzimmer, das in dem Preis für die Tour von 70 Soles (18 Euro) inkludiert ist. Wir haben ein privates Bad und ein großes Zimmer – wow! Von dort aus machen wir einen Ausflug zu den heißen Quellen von Chacapi, wo wir mit den Deutschen Michael und Jessi richtig nett quatschen und im heißen Wasser entspannen. Das heißeste Becken ist so heiß, dass man es nicht betreten kann.
Abends essen wir im touristischsten Restaurant des Städtchen, wir erleben Tanzeinlagen mit den typischen Tänzen, Trachten und der Musik der Gegend. Im Endeffekt haben wir aber Spaß und wir tanzen mit!
Der nächste Tag führt uns mit diversen Stopps in den Dörfern entlang des Canyons bis zu dem berühmten Kondorkreuz, wo man die majestätischen Vögel aus nächster Nähe sehen kann. Wir sind begeistert von den Tieren und bekommen richtig viele Kondore vor der Kamera! Dort verbringen wir zwei Stunden und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Kondore gleiten mit der Thermik der Luft hoch und wieder herunter, haben eine Flügelspannweite von 4 Metern und sind monogam. Sie leben von Aas und jagen zusammen mit dem Fuchs, der das tote Tier zerlegt, bevor der Kondor fressen kann.
Wir lernen außerdem einiges über die Landwirtschaft der Gegend. Hier wird Mais, Kartoffel und viele andere Gemüsesorten angebaut und wir haben einen fantastischen Ausblick in die Schlucht und über die terrassenförmigen Felder der indigenen Gruppen hier. Das Wetter spielt mit und wir genießen die Natur pur!